DEEP QUANTICAMS
Maschinelles Sehen steht unter Wasser vor erheblichen Herausforderungen aufgrund der schwierigen Sichtbedingungen durch das Medium (Absorption und Streuung, Partikel) und die mit der Tiefe schnell zunehmende Dunkelheit (erfordert Scheinwerfer, die Lichtkegel verursachen). Zudem stehen Satelliten-Systeme wie GPS nicht zur Lokalisierung zur Verfügung, so dass Unterwasserfahrzeuge auf akustische Sensorik zurückgreifen müssen. Um den Meeresboden visuell hochaufgelöst zu kartieren, muss die millimetergenaue Lokalisierung zudem aus dem Kamerabild gewonnen werden, wobei die Lichtbrechung berücksichtig werden muss, um systematische Fehler zu vermeiden.
Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, das maschinelle Sehen für die Tiefseeerforschung voranzutreiben und Kameras als quantitative Messinstrumente zu nutzen. Das Projekt wird sich auf die Verbesserung der Kamerakalibrierung, der Bildmerkmalsabgleichung und der Oberflächenschätzung konzentrieren, um eine detaillierte 3D-Kartierung des Meeresbodens zu ermöglichen und wichtige wissenschaftliche und umweltbezogene Fragen zu beantworten.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 396311425

